- Weniger ist mehr

Weniger ist mehr – Energie- und Wassersparen

          an Remscheider Schulen“ 


Energie-Spar Rap (getextet von unseren Kindern)

1. Hey Leute schaut mal her: Weniger ist mehr!  Strom sparen ist nicht schwer yeah.
2. Gehen wir aus den Räumen raus, machen wir die Lichter aus. Die Stecker mit dem dreifachen Klick sind energiesparend und der Hit. Strom sparen ist voll krass. Das macht uns allen Spaß. Gehen wir in die Räume rein, schalten wir die Lichter ein, aber nur wenn es muss sein.
3. Wenn alle mitmachen ist das toll, da kriegt man nie die Nase voll.
4. Energiesparlampe so heißt dieses Ding. Diese Dinger sind richtig in .Wir haben mit Strom gearbeitet und das war cool. In 2 Tagen gehen wir leider von der school.
5. Mülltrennen ist voll krass .Das bringt der Umwelt was. Braun gelb blau. Wir wissen es genau. Wir trennen Pappe, Restmüll, Plastik das ist fantastik.
6. Wenn alle mitmachen ist das toll da kriegt man nie die Nase voll.

Dokumentation, wie wir dies an unserer Schule umsetzen:


Weniger ist mehr“ im Kollegium:
  • Fortbildungen werden von einzelnen Lehrkräften und der Hausmeisterin wahrgenommen.

  • In den Mitbestimmungsgremien werden Inhalte / Anregungen aus den Fobis dargestellt und gemeinsame Entscheidungen für das weitere Handeln aller Beteiligten getroffen (einschließlich der Hausmeisterin; sie ist unsere Energiebeauftragte – im Geschäftsverteilungsplan verankert. Sie sorgt explizit für die Schließung der Außentüren und Fenster während / bzw. nach der Unterrichtszeit und überwacht den Energieverbrauch in allen Bereichen u .a. durch Energierundgänge (auch die Reinigungskräfte werden einbezogen) und Temperaturmessungen.

  • Die Jahrgangsteams verabreden ein energetisches Handlungskonzept, welches auch im Curriculum aufgenommen ist und für eine konsequente und systemische Umsetzung sorgt.

  • Die Erziehung zu einem bewussten, verantwortungsvollen Umgang mit Energie wird als Querschnittaufgabe in allen Bereichen des „Schullebens“ verstanden. Unsere Maßnahmen/Aktionen sind aber stets im Sinne einer nachhaltigen Wirksamkeit auch für den außerschulischen Bereich konzipiert.

  • Einbeziehung verantwortlicher Personen: Die Hausmeisterin wird über Klassenfahrten und Ausflüge informiert, gibt dies an die Zuständige Stelle weiter die Raumtemperatur wird für die Zeit der Abwesenheit in den nicht genutzten Räumen reduziert.


Weniger ist mehr“ in der Schuleingangsphase

Als ein besonders ärgerliches „Handicap“ bei den Bemühungen, Energie zu sparen, wurden die undichten Fenster in den Klassenräumen erlebt. Die In-Augenscheinnahme durch einen Handwerker ergab leider, dass eine „Besserung“ der Situation nur durch das „Versiegeln“ (die Fenster könnten dann gar nicht mehr geöffnet werden) oder neue Fenster erreicht werden kann. Beide Maßnahmen sind nicht umsetzbar.

Trotzdem wurden die im vergangenen Jahr erfolgreich praktizierten Aktivitäten/Maßnahmen zum Energiesparen – im Folgenden konkret benannt - weitergeführt / umgesetzt:

  • Jede Lerngruppe hat einen Energiedienst.

Das bedeutet im Einzelnen: jeweils zwei Kinder achten für einen bestimmten Zeitraum darauf, ob

  • das Licht in den Klassen, Differenzierungsräumen und auf den Fluren ausgeschaltet wurde, wenn alle in die Pause gehen

  • der Schalter am Computer auf stand-by steht oder ausgeschaltet wurde

  • beim Händewaschen nicht unnötig viel Wasser verbraucht wird

  • die Lüftung in den Klassenräumen über Stoßlüftung erfolgt usw.

  • Energiedienst für die Schulflure übernehmen nach dem Einsatz der Brandschutztüren die Klassen LG-C und LG-D, da sich die Lichtschalter neben ihren Klassenräumen befinden

  • das Licht der Lehrertoilette wird von einem KB-Schüler betreut, der diese Toilette mitbenutzen darf

  • Hinweisschilder helfen allen, keine Energie zu verschwenden.

  • Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Bei uns zu Hause“ wurde das Thema „Müll“ besprochen. Seit dieser Zeit trennen die Kinder den Müll der Klasse bewusst; alle achten darauf, dass der Müll in die richtige Tonne kommt, alle machen sich gegenseitig darauf aufmerksam.

  • Des Weiteren wird darauf geachtet, dass die Kinder ihr Frühstück in wiederverwendbaren Butterbrotdosen anstatt in Folie mitbringen, damit nicht unnötig Müll produziert wird. Die gesponserten Frühstücksboxen zum Schuljahresanfang unterstützen / fördern die Maßnahme.

  • Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Am Wasser“ werden wir auf den Wert des Wassers und die begrenzten Ressourcen aufmerksam machen (Tinto 2, S. 71 Wasser wird durch vieles verschmutzt, Versuche). Konsequenzen für das eigene Verhalten (z.B. Wasserverwendung beim Händewaschen, Pinselauswaschen, Wassersparen durch Duschen statt Baden) werden abgeleitet und bewusst gemacht (geübt). Das Verhalten in der Schule wird auf das Verhalten im außerschulischen Bereich (insbesondere auf den häuslichen Bereich) übertragen.

  • Die Lerngruppen besuchen regelmäßig verschiedene außerschulische Lernorte in der Natur. Jede Lerngruppe nimmt mindestens einmal im Jahr ein Angebot der Naturschule Grund in Remscheid wahr.

  • Mit der Luftampel wird auf gute Luftverhältnisse in der Klasse geachtet. Gleichzeitig werden durch ein regelmäßiges gezieltes Lüften Heizkosten gespart. In diesem Rahmen merkten die Kinder der LG-E an, dass es durch die Fenster zieht und (weil die Klasse zur Wetterseite liegt) ständig mehr geheizt werden müsse. Sie baten die Viertklässler um Hilfe, um die Fenster dicht zu bekommen.(Viertklässler bearbeiteten gerade das Thema „Strom und Energiesparen“ fächerübergreifend im Unterricht (s. Seite 8 und 10). Diese wollen nun beim Gebäudemanagement auf die Möglichkeit, Energie zu sparen aufmerksam machen.


Weniger ist mehr“ im Offenen Ganztag (OGS):


Auch in der OGS wurden die bewährten Maßnahmen des Vorjahres fortgesetzt.

Im Einzelnen:

  1. Beachtung von Energieeinsparmöglichkeiten im Alltag als Querschnittsaufgabe:

  • Energiequelle Heizung:

  • sinnvolles Lüften (findet besondere Aufmerksamkeit in der Heizperiode)

Konkret: Fenster werden in der kalten Jahreszeit nur zum Stoßlüften geöffnet.

  • Wasser:

Konkret: Alle achten darauf, während des Einseifens der Hände das Wasser

abzustellen.

  • Strom:

  • Beleuchtung in den Fluren, Toiletten etc.:

Konkret: Beim Verlassen des Raumes wird darauf geachtet, das Licht auszuschalten

  • Geräte:

Konkret: Standby Betrieb bei PC und Drucker wird ausgeschaltet


2.) „Weniger ist mehr“- Erfahrungen bei Bastelaktionen:

  • bewusster Umgang mit den Materialien:

Konkret: einseitig bedrucktes Papier sowie Papierreste werden für weitere Arbeiten genutzt.

Weniger ist mehr” im Jahrgang 3:


Allgemeine Maßnahmen:

1. beschriftete Lichtschalter

2. alle Kinder achten darauf, dass

  • das Licht aus- bzw. eingeschaltet wird; nicht nur im Klassenraum, sondern auch auf den Fluren und in den Toilettenräumen

  • das Licht nur dort eingeschaltet wird, wo benötigt (Türseite, Fensterseite) und mit dem Lichtschalter nicht herumgespielt wird

  • auch andere Geräte wie z.B. Computer, Monitore oder Drucker nur eingeschaltet sind, wenn sie gebraucht werden (thematisieren, wann die Geräte abgeschaltet werden dürfen/ Energiesparfunktionen am Computer einstellen

  • der Müll richtig getrennt in die Mülleimer (braun= Restmüll, blau = Papiermüll, gelb = Plastikmüll) geworfen wird; ggf. wird richtige Mülltrennung im Gespräch thematisiert.

  • die Frischluft im Raum durch sinnvolles Stoßlüften gewährleistet und dadurch auch optimales Heizen möglich ist (Einsatz der Luftampel)

  • tropfende Wasserhähne ausgemacht werden, „Wasserspielereien“ vermieden werden


Anm.: Damit ein bewusster Umgang entwickelt und Verhaltensweisen geübt und automatisiert werden können, übernehmen in allen Bereichen jeweils zwei Schüler/innen die Aufgabe des Kontrollierens. Die Dienste werden alle 2 Wochen gewechselt. Zuständigkeiten werden an dem jeweiligen Plakat / Aushang (Beispiel s. Anl.1.) gekennzeichnet


3. Nicht den Schulhof heizen! Bei Schulhofaktionen oder kurzen Pausen wird darauf geachtet, dass die Türen geschlossen sind.

4. Sparsamer Papierverbrauch! In den Klassen stehen Boxen mit „Schmierpapier“ (altes einseitig bedrucktes Papier) zur Verfügung, welches die

Kinder auf der Rückseite für vorläufige Überlegungen, Skizzen etc. nutzen können.

5. Den OH-Projektor nicht unnötig einschalten oder unnötig eingeschaltet lassen!

6. Der Hausmeisterin bei Klassenfahrten und Ausflügen Bescheid geben, dann kann die Raumtemperatur abgesenkt werden!




Sparmaßnahmen beim Schwimmunterricht:

In einem vorbereitenden Gespräch werden die Kinder auf Sparmöglichkeiten im Schwimmbad aufmerksam gemacht:

  • gut genutzte Duschzeiten (das Wasser muss nicht laufen, während ich mich einseife),

  • Seifendose mit Seife benutzen (wesentlich länger nutzbar als Duschgel in der entsprechenden Menge, keine Auslaufgefahr, kostengünstiger)

Um das nachhaltige Lernen zu verbessern, wird umweltbewusstes Handeln in verschiedenen Hinsichten im Unterricht thematisiert. Dabei werden in kooperativen Lernformen Ideen und Vorschläge gesammelt, wie man im Alltag beispielsweise Strom und Wasser sparen kann.



























Weniger ist mehr” als Bestandteil des Curriculums für den Jahrgang 3 – Umsetzung im Schuljahr 2013/14

Das Thema Wasser ist fester Bestandteil des Arbeitsplans Sachunterricht (s. Tabelle unten).


Aufgaben- schwerpunkte

Unterrichtsgegen-stände Klasse 3

Kompetenzerwartungen

Mögliche Medien/Methoden/

Außerschulische Lernorte

Raum, Umwelt u.

Mobilität

Umweltschutz u. Nachhaltigkeit

  • der Wasserkreislauf

  • Wassergebrauch und ---verbrauch im Alltag untersuchen

  • Experimente mit Wasser

  • Die Schüler/innen recherchieren und diskutieren die Bedeutung und Nutzung von Ressourcen und erproben den sparsamen Umgang mit ihnen (z.B. Wasser, Energie)

  • Schüler/innen planen und führen Versuche durch und dokumentieren diese:

  • Wasser, Gegenstände mit unterschied-licher Dichte zur Erkundung des Auftriebs

  • Wasserquellen“ (Waschbecken, Toilette,…) in der Schule/ zu Hause erkunden

  • Maßnahmen zum Wassersparen finden und anwenden

  • Plakate z. Wasserkreislauf erstellen und präsentieren

  • TN am umweltpädagogischen Schulungsangebot der Sparkasse RS (Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelt Aktion e.V. -www.umwelt-aktion.de


Schulweg und Verkehrssicherheit

  • Verkehrserziehung durch Lehrkräfte und Polizei


  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben, reflektieren und diskutieren die Verhaltensweisen von Verkehrsteilnehmern in Bezug auf verkehrsgerechte sowie umweltfreundliche Aspekte

  • Verschiedene Verkehrsmittel im Alltag,

insb. Fahrrad und Bus:

- Wege in der Umgebung verkehrssicher mit dem Fahrrad erkunden

- Bus fahren




Weniger ist mehr” im Jahrgang 4:



Allgemeine Maßnahmen:


  1. beschriftete Lichtschalter

2 „Müll- Energiewächter“ (= Klassendienst für je 2 Kinder in wechselnder Folge, so dass jeder dran kommt – siehe Aushangplakat) müssen neben der Ordnung im Klassenraum dafür sorgen, dass

  • das Licht ausgeschaltet bzw. eingeschaltet wird, wenn es sinnvoll ist, nicht nur im Klassenraum, sondern auch auf den Fluren und im Bereich der Toilettenräume

  • die Frischluft im Raum durch sinnvolles Stoßlüften gewährleistet ist

  • der Müll richtig getrennt in die verschiedenen Mülleimer (braun= Restmüll, blau = Papiermüll, gelb = Plastikmüll) geworfen wird und sprechen ggf. Kinder, die dies nicht beachten, darauf an.



Wassergebrauch und Wasserverbrauch:


Während des Schulalltages (Mathematikunterricht: Thema „Hohlmaße/Liter“) fiel den Kindern der Klassen 4a/4b mehrfach auf, dass die automatischen Armaturen in den Klassenräumen und Toiletten des Neubaus oft noch viel zu lange laufen, d.h. Trinkwasser unnötig vergeudet wird.

Beispiele:

  • Ein kleiner 5l Eimer (Wasser zur Tafelreinigung)kann nur zu knapp einem Drittel gefüllt werden, da der Eimer nur schräg unter die Armatur passt und beim Herausnehmen das eingefüllte Wasser wieder verschüttet wird.

  • Um ein Trinkglas zu füllen, benötigt man nicht soviel Wasser wie in einem Intervall freigegeben wird, Restwasser läuft ungenutzt ab.

  • Genauso ist es bei Gefäßen, die im Kunstunterricht verwendet werden.

  • Selbst beim normalen Händewaschen läuft das Wasser zu lange. Es ist zu kalt für die Kinder, um sich länger die Hände zu waschen.


Spartipps der Kinder zu diesem Problem:


  1. Einen höheren Wasserhahn, den man selbst auf- und zudrehen kann.

  2. Einen Gummistöpsel für das Waschbecken, um für manche Dinge, z.B. Pinsel oder Farbtöpfe, Wasser in das Becken laufen lassen zu können. So muss man nicht andauernd den Hahn betätigen und es läuft nicht so viel Wasser ungenutzt ab.

Weniger ist mehr” als Bestandteil des Curriculums für den Jahrgang 4 – Umsetzung im Schuljahr 2013/14

Das Thema „Strom” ist fester Bestandteil des Arbeitsplans „Sachunterricht“ im Jahrgang 4. dabei setzen sich die Schüler/innen u.a. mit den Themenbereichen „Verschiedene Energiequellen, Formen der Energieumwandlung, Erneuerbare Energien, Energie sparen”) auseinander.

Viele neue Technologien sind mit einem erhöhten Bedarf und Verbrauch an Energie und Ressourcen verbunden. Damit geraten auch Risiken in den Blick, die technische Entwicklung mit sich bringen können. Um das nachhaltige Lernen zu unterstützen / zu verbessern, wurde das Thema fächerübergreifend bearbeitet. Ein großer Schwerpunkt bioldete in der durchgeführten Unterrichtsreihe „Energieverbrauch und erneuerbare Energien“. In kooperativen Lernformen wurden Ideen und Vorschläge gesammelt, wie man in der Schule, aber auch in eigenen Haushalt Strom sparen kann und persönliche Bedürfnisse hinterfragt (siehe Übersicht unten).


Aufgaben- schwerpunkte

Unterrichtsgegenstände

Klasse 4

Kompetenzerwartungen

Mögliche Medien/Methoden/

Außerschulische Lernorte

Technik u. Arbeitswelt




Strom - Stromquellen

Ressourcen und Energie

  • Entdeckung und Funktion der Glühbirne

  • der Dynamo als „kleines Kraftwerk“

  • Verschiedene Energiequellen

  • Energiesparmöglichkeiten in der Schule und zu Hause

  • Stromkreislauf erkennen und nachbauen

  • Formen der Energieumwandlung

  • Planen, Durchführen und Auswerten von Versuchen

  • Energiesparmöglichkeiten aufzeigen

  • Bewerten eigener Konsumgewohnheiten unter ökologischen Kriterien (Energieverbrauch)

  • Batterien, Kabel, Schalter, Glühlämpchen

Mit einem Schuhkarton ein eigenes Traumzimmer bauen und dieses mit elektrischem Licht versehen*

  • Erneuerbare Energien

  • Versuche durchführen und dokumentieren

  • Plakate erstellen und präsentieren




Außerdem wird das Thema im Rahmen eines naturwissenschaftlichen Projektes in Kooperation mit Ingenieuren der Firma Mannesmann aufgegriffen. Durch konkrete Forscheraufgaben auch im Bereich „ Energie“ die Schüler/innen ihre theoretischen Kenntnisse vertiefen / erweitern und durch praktische Versuche anwenden und überprüfen. Das Spiel „Heißer Draht“ wird von den Schüler/innen gebaut und verbleibt in der Klasse.

Letzte Änderung:
July 12. 2017 15:53:04
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